Wohnumfeldverbesserung Innstraße

Die Innstraße führt durch das im südlichen Teil Sennestadts gelegene sogenannte „Verler Dreieck“, einer von Reichow geplanten Wohnsiedlung aus den 1970er Jahren. Das Wohnquartier besteht aus einer gemischten Bebauung mit Mehr- und Einfamilienhäusern und Reihenhäusern. Im INSEK werden städtebauliche Defizite hinsichtlich der Wohnqualität im Quartier aufgezeigt. Hierzu zählen Mängel im Bereich der Wohnumfeldgestaltung, Immissionsbelastung aufgrund der Nähe zu Haupterschließungsstraßen sowie die Randlage innerhalb Sennestadts. Die vielbefahrene vierspurige Paderborner Straße (Landestraße 756) bewirkt eine Trennung des Quartiers vom Sennestädter Zentrum und den hier verorteten Versorgungseinrichtungen. Zudem wird ein Modernisierungsbedarf im Bestand bzw. gehäufte Wohnungsmängel und Leerstand insbesondere bei den Mehrfamilienhäusern festgestellt.

Im Kern besteht das Quartier aus einem Mehrfamilienhausbestand im Eigentum eines privaten Wohnungsunternehmens, der Freien Scholle eG. Die Wohnungsbaugenossenschaft Freie Scholle eG hat als Eigentümerin das Planungsbüro Alberts Architekten mit der Entwicklung einer Planung zur Wohnumfeldverbesserung im Verler Dreieck beauftragt.

Die Planung des Büros Alberts Architekten sieht die Herstellung eines Quartiersplatzes im Kreuzungsbereich der Innstraße und des Isarweges vor. Durch diese neue Platzsituation soll im Zusammenspiel mit flankierenden freiraumgestalterischen und verkehrsberuhigenden Maßnahmen eine identitätsstiftende Mitte als multifunktionaler Treffpunkt geschaffen und hierdurch ein Anstoß für das gesamte Viertel bewirkt werden. Ziele sind die Steigerung der Aufenthaltsqualität, die Bündelung von Informationen und Funktionen sowie die Unterstützung der Jugendarbeit.

Dieser Platz hat drei Zonen, die fließend ineinander übergehen:

  • der Erlebnisbereich mit Spielgeräten
  • die Platzmitte mit Sitzmobiliar
  • die Markt- oder Multifunktionszone

In einem ersten Bauabschnitt soll der Platz hergestellt werden und der Straßenraum mit verkehrsberuhigenden Elementen neu gestaltet werden. Durch ein Auslichten des Baumbestandes und die Neupflanzung von Hecken wird der Platz optisch eingefasst, bestehende Angsträume werden beseitigt und die Aufenthaltsqualität gesteigert. Zudem werden ein Sonnendeck sowie weitere Sitzgelegenheiten und Informationstafeln errichtet, die vorhandenen Spielbereiche durch Mehrgenerationen-Spielgeräte und Spielgeräte für Kleinkinder ergänzt und weitere Grünpflanzungen vorgenommen.

Die Maßnahme ist in 2015 umgesetzt und zum Tag der Städtebauförderung am 21.05.2016 feierlich eingeweiht worden.