Dezentrale Quartierszentren

Vor dem Hintergrund des demografischen und wirtschaftlichen Wandels erlangen Stadtteilstrukturen, die eine kleinteilige Nahversorgung der Bewohner mit eingeschränkter Mobilität sicherstellen, besondere Bedeutung. Die in der Sennestadt im Rahmen der städtebaulichen Planung von Reichow angelegten dezentralen Quartierszentren sollen daher nicht nur erhalten, sondern gestärkt und in ihrer Attraktivität gesteigert werden.

Die Schaffung von neuen Angeboten in den dezentralen Quartierszentren soll zu deren Wiederbelebung bzw. Festigung beitragen. Vorgesehen ist eine nachfragegerechte Neu- bzw. Umgestaltung der bestehenden Ladenlokale und angrenzenden Außenbereiche. Gemeinsam mit der Bewohnerschaft, Einzelhändlern, ggf. (Sozial-)Dienstleistern und Immobilienbesitzern sollen sowohl Vorschläge für künftige Nutzungsmodelle für leerstehende bzw. von Leerstand bedrohte Ladenlokale als auch städtebauliche Gestaltungsideen für das äußere Erscheinungsbild der Quartierszentren entwickelt werden.

Es wird ein gesamträumlicher Ansatz zur Stärkung der Zentralität der einzelnen Standorte verfolgt. Durch die Aufwertung der Quartierszentren sollen folgende Ziele erreicht werden:

  • Stärkung der Außendarstellung
  • Erhöhung der Aufenthaltsqualität
  • Aufwertung des Quartiers durch Etablierung ergänzender Nutzungen/Angebote
  • Verbesserung der Erreichbarkeit zu Fuß, mit dem Rad, mit dem Bus und dem Auto
  • Initiierung neuer Akteurskonstellationen und Runder Tische
  • Qualifizierung des Einzelhandels- und Dienstleistungsangebotes durch Beratungsleistungen

Der Stadtumbau bietet zur Aufwertung der Quartierszentren diverse Fördermöglichkeiten, wie der Verfügungsfonds zur Aufwertung von Zentren mit dem kleinteilige investive Maßnahmen umgesetzt werden können oder das Fassadenprogramm für gewerbliche Einheiten.